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Das Helden-Kochbuch -

Helden kochen für Helden!

 

Dies war ein Projekt des Forums des Rollenspielportals helden.de und ist dort in langwieriger Gemeinschaftsarbeit entstanden. Es ist ein interessanter Einblick in das Essverhalten von Rollenspielern...

Eventuelle Rechtschreibfehler und seltsame Grammatikkonstruktionen sind hier ein Ausdruck des individuellen Essverhaltens!

 

Jeder kennt die Situation: es ist Nachmittag (wahlweise auch spät am Abend). Ein gedämpftes Knurren macht sich im Magenbereich bemerkbar. Bis zum Abendessen (oder Frühstück) dauert es entschieden zu lange.

Die Lösungen: man stöbert im Kühlschrank und versucht mit den dortigen Reagenzien etwas Essbares zu zaubern. Man durchwühlt den Schreibtisch um die Nummer des Pizzaservice zu finden. Aus diesen Gesichtspunkten heraus wurde im Heldenforum eine Sammlung von Rezepten veranstaltet.

Felices Rezept ist ganz einfach:

Keine Pause und kein Essen während des Rollenspiels. Alles was ich brauche sind mein Bier, Zigaretten und Kaugummis.

Naja, einfach und schnörkellos, aber nicht jedermanns Sache. Was haben denn andere Helden so zu bieten?

Pekatacan gibt uns die Richtung vor:

Das ist einfach: die erste Wahl ist Kuchen oder Kekse (aber nur die mit Schokolade). Wenn beides nicht vorhanden ist oder es doch mal was Warmes sein soll: Spaghetti mit Tomatensauce oder Schinkennudeln oder auch irgendwelche anderen Nudeln.

Impura meldet sich zu Wort:

Also beim Rollenspiel wird das so gehandhabt, dass reihum sich darum gekümmert wird. Meistens läuft es auf Brötchen und Belag hinaus, weil die meisten eh schon dauernd zu spät kommen und dann noch ewig über alles Mögliche gelabert wird. Große Kochaktionen würden das alles noch hinauszögern (RPG findet immer abends statt). Naja, und Knabberkrams gibt es eigentlich auch immer dazu (wobei ich dann die Buttermilch statt Süßes bevorzuge, um möglichst keinen Bauch zu bekommen )

Ansonsten gibt es bei mir keine Zwischenmahlzeiten. Ich esse mittags und dann wieder abends. Der Hunger wird mit Apfelschorle weggetrunken. Wenn es nicht anders geht, dann gibt es ein Stück Schoki oder einen Keks oder ne Olive, Kleinkram eben, das hält dann wieder eine Weile).

Ah, das ist doch schon mal was. Doch ganz so einfach wollen wir es uns nicht machen und eine Olive reicht nur den wenigsten aus. Gehen wir eine Stufe weiter und nähern wir uns einem Klassiker, der Pizza.

swobeas Geheimtipp hier ist die Tiefkühlpizza.

Aber die von Wagner bitteschön. Dazu einen leckeren Gerstensaft und schon ist man bereit für neue Schand- äh Heldentaten.

Sir Toby bevorzugt ebenfalls Pizza:

Vom Lieferservice am liebsten dick belegt mit Gemüse und extra Käse, am besten mit Mozarella im Rand, wie bei Pizzamax.

Schinkenhörnchen ist ein Pizzafan mit Extrawünschen:

Aber kein Fertig shit, er hat immer ein paar von den ALDI Fertigteigen im Kühlschrank, die Ausrollen, mit Tomatensoße bestreichen, reichlich geriebenen Emmentaler drauf und eben nach Laune Thunfisch, Pilze, Salami, Pepperoni, Zwiebeln, Sardellen, Mais oder was auch immer (Natürlich nie in der obigen Kombination, denn manchmal ist weniger halt auch mehr!).

Wenn Pizza bestellt wird, ist Schinkenhörnchen ein Fan von präzisen Wegbeschreibungen:

„Dann müssen sie durch die Einfahrt zur überwucherten Tür, durch die Gehen sie in den düsteren Raum und klopfen sie dann am Tötenschädel, alles klar ? Ähm, und die Musik beachten sie am besten garnicht...“ Ist immer herrlich, wenn sie tatsächlich liefern.

Wenn man ehrlich ist, ist dies auch ein Argument, selbst aktiv zu werden.

Feyrishe ist ein Pizza- und Colafan:

In meiner neuen Gruppe ist es ein Ritual mindestens vier Tiefkühlpizzen zu backen, diese zu essen und dann erst anzufangen zu spielen, dazu gibts Cola - dafür aber nicht nur 3, 4 Stunden sondern 12 Stunden und sie fangen erst nachts an.

Naja, Ritual hin oder her, sind wir ehrlich, heldenhaft und spektakulär ist das alles noch nicht. Schauen wir mal, was sonst noch so alles im Angebot ist.

Sir Toby hat hier einen Geheimtipp:

China Snack Point in Stade. Wenn ihr mal in der Stadt seid, müsst ihr dahin gehen. ist mit Abstand der beste Asiat (außerhalb Asiens) bei dem ich je war. Sehr zu empfehlen alle Thailändischen Spezialitäten. Mein Favorit hier ist Lohan, frittiertes Tofu in Erdnusssoße.

Äh, ja, wenn meine Runde mal zufällig da vorbeikommen sollte, gerne. Was gibt’s denn sonst noch an nicht ganz so lokalen Spezialitäten?

Captain Proton bevorzugt:

Die Reste vom Mittagessen oder einfach etwas aus der Dose oder man schaut was man so in der Speisekammer hat. Mehl, Eier usw. kann man ja eigentlich recht gut verarbeiten wenn nicht, wird in die Tiefkühltruhe geschaut.

Hey, das erfordert zwar Mut, wir wollten etwas heldenhaftes!

ThinkingOrc schlägt uns vor:

Eine Avocado mit Salz und ggf. Pfeffer, die ausgelöffelt wird. „Mhhh lecker...

Gut, aber viel zu gesund.

Hexe meint:

Aber wer nicht mehr bei den Eltern wohnt, sondern alleine sich um alles kümmern muss, er kann ja auch mal schon um 16:00 Uhr sein Abendessen kochen und muss nicht warten bis Abend ist. Also wenn ich Hunger habe und nichts zum Kabbern in der Nähe ist, dann wird eben gekocht, wozu man Lust hat und was der Kühlschrank hergibt.

Schinkenhörnchen ergänzt:

Also beim Rollenspiel selbst ist es entweder so, dass vorher was gekocht wird, dass entweder kalt gegessen werden kann, oder was man einfach auch aufwärmen kann. Meistens aber wird dann doch entweder der nächste Dönerladen aufgesucht, oder aber Pizza wird bestellt.

Ja, was zu Kochen, die Richtung stimmt, aber was denn nun?

Hexe macht gleich weiter:

Mein Lieblings-„Fertig schnell essen will jetzt nichts kochen“-Mahl ist ein gebackener Camenbert: einfach aus dem Tiefkühl in den Ofen... 21 Minuten und alle 7 mal wenden.

Na gut, aber so richtig Kochen ist das noch nicht.

Hexe gibt uns einen Einblick in das „intuitive Kochen:

Aber das mit dem intuitiven Kochen kenne ich. Mal eben noch mal den Kühlschrank aufmachen und nachsehen, was man denn noch so reinwerfen könnte.

Oder wie sagte mein Freund neulich: „Hm, hexenbogg'l. Das war lecker, leider werde ich es nie wieder so kriegen oder weißt Du noch, was Du alles rein hast?“

In dieselbe Richtung geht auch die Thaipfanne von mbf:

Man nehme Gemüse, Geflügel, werfe alles in einen Wok oder in eine Pfanne, braten, Kokosmilch drüber und mit viiiiiiel Chili abwürzen. Reis dazu, in 20 Minuten fertich. Nicht zu vergessen: Curry (gutes, nicht das aus dem Supermarkt!) ist eine Zutat, kein Gewürz...

Fyndra hat auch noch ein paar Tipps parat:

Zu allererst mal: MUHAHAHA! Für mich gibt es keinen kleinen Hunger! Meine Meinung ist, wenn man was essen will soll mans tun! Ich esse eigentlich ziemlich unregelmäßig und ungesund! Na und, lebe trotzdem noch! Jedes Mal wenn ich Hunger hab gibts was in die Pfanne, in den Backofen(z.B. Riesenpizza) oder sonst was! Bloß keinen Apfel! Viel zu gesund!

Wunderbar, das schreiben wir uns auf die Fahne. Und los geht’s mit den Kalorienbomben.

Christoph mag es schlicht:

Für mich nur ein halbes Schwein.

Impurs stimmt zu:

Also eigentlich heißt es bei mir eher „Für mich nur einen halben Kasten Bier bitte“. Da kommt man auch auf eine hohe Kalorienzahl und die Promille gibt es dazu.

Ja, das ist Heldenhaft. So wollen wir das haben!

Christoph:

Ich bin ein großer Freund der Asia Nudelsnacks mmm lecker. Schnell und gut und zudem auch noch vom Nährwert exellent, wenig Fett und relativ wenig Kalorien.

Wolfhardt ergänzt noch:

Man muss nur mit den beiliegenden Würzpäckchen aufpassen, wenn das Zeug aus Korea oder Thailand kommt... Ich habe am liebsten die japanischen.

Äh, wie war das ? Kalorienarm? Jungs, Ihr seid auf dem Holzweg. Doch Christoph kann sich mit dem Fleischeimer noch einmal retten:

Alles Grillgut in einen Eimer, Bier drüber (Hasseröder hat sich sehr bewährt) und eine Weile reifen lasen. Auf den Grill damit. Das Grillgut, nicht den Eimer.

Na also, geht doch. Heldenhaft... da fällt einem spontan das schottische Nationalgericht ein, Haggis. Nur wahre Helden wagen sich daran. Schinkenhoernchen versorgt uns mit einem Originalrezept, übersetzt von Babelfisch:

Haggis (von einem Fest von Schottland, von Janet Warren) Magenbeutel und zupfen (Herz, Leber und Lichter eines Schafs -- Sie können eine Vorwähler des Organfleisches ersetzen), 2 Zwiebeln, abgezogenes 2 c Pinheadhafermehl (irisches Hafermehl) 1 2/3 bündelnde Nadel des c Nierenfettsalzes u. -pfeffers und feine Wäsche der Zeichenkette gänzlich der Magenbeutel im kalten Wasser. Drehen Sie ihn nach innen heraus und verbrennen Sie ihn, reiben Sie dann die Oberfläche mit einem Messer. Tränken Sie es im kalten gesalzten Wasser über Nacht. Am nächsten Tag entfernen Sie den Beutel vom Wasser und lassen Sie ihn auf einer Seite beim Vorbereiten der Füllung. Waschen Sie zupfen. Setzen Sie es in eine Wanne, wenn das windpipe über der Seite hängt, in eine Schüssel, gelassen aus allen möglichen Verunreinigungen. Umfassen Sie zupfen mit kaltem Wasser, addieren Sie 1 Teelöffel Salz und holen Sie das Wasser zum kochen. Gleiten Sie die Oberfläche, dann simmer 1 1/2 bis 2 Stunden lang. Kochen Sie unterdessen die Zwiebeln, Abfluß an und die Flüssigkeit aufheben, und hacken Sie sie ungefähr. Rösten Sie auch das Pinheadhafermehl bis goldenes Braun. Lassen Sie zupfen, wenn bereit ab und schneiden Sie weg das windpipe und jeden überschüssigen Knorpel. Zerkleinern Sie Hälfte Leber mit allem Herzen und Lichtern, dann rühren Sie sich im zerrissenen Nierenfett, im gerösteten Hafermehl und in den Zwiebeln. Würzen Sie gut mit Salz und Pfeffer. Feuchten Sie mit so viel der Zwiebel an oder zupfen Sie Wasser wie benötigt, die Mischung weich zu bilden. Mit der rauhen Oberfläche der Beutelaußenseite Fülle schwillt sie gerade Überschuß beinahe voll, das Hafermehl während des Kochens und näht die Enden zusammen mit der bündelnden Nadel und der feinen Zeichenkette. Stechen Sie den Beutel in den Plätzen mit der Nadel. Setzen Sie die haggis an und emaillieren Sie Platte und setzen Sie sie in eine Wanne kochendes Wasser. Bedecken Sie die Wanne und den Koch ungefähr 3 Stunden lang und mehr kochendes Wasser addieren, wenn notwendig, um die haggis zu halten, bedeckte.

Äh, Hörnchen, das war nicht so ganz ernst gemeint, oder? Schauen wir mal, ob noch irgendjemand hier es schafft, lesbare Rezepte zur Verfügung zu stellen.

ThinkingOrc liefert uns sein Geheimrezept für das Orc'sche Allerlei:

Zwiebeln, Zucchini, Paprika, Peperoni, Lauch, erstmal klein schneiden.

Außerdem noch Bohnen (diese flachen nicht die Stangenbohnen, die dauern zu lange) bereithalten und ggffls schneiden.

In einer großen Pfanne oder einem Topf viel Olivenöl mit Knoblauch und Chili heiß werden lassen (dann lösen sich die Würzstoffe besser) dann den Rest alles in die Pfanne schmeißen und erst scharf anbraten, danach Flamme klein stellen und Gewürze wie Salz (nehme ich eher weniger), Pfeffer (auch eher weniger, da Chili), Soja Sauce (eher die helle nehmen, die kocht sich besser), brauner Zucker (ein Muß! aber nicht zuviel, nur ein bis drei Esslöfel, je nach Menger der anderen Zutaten), ein wenig Kakao, Auster Sauce (Vegetarier können die weglassen), natürlich Chili (Ob Schoten oder Pulver, je nach Gusto) und vor dem umrühren nochmal gut Olivenöl über die trockenen Gewürze geben, dann umrühren und Deckel drauf und köcheln lassen.

In einer anderen Pfanne entweder Hackfleisch mit Salz und Pfeffer sowie ggffls. Grillgewürz oder (für Vegetarier) Tofu mit (heller) Soja Sauce anbraten (man kann auch den Tofu in dunkler Soja Sauce, einlegen und nicht anbraten) und wenn durch, bzw die „Poren“ geschlossen sind zum Gemüse hinzu geben.

Nochmal kurz größere Hitze, gut durchrühren und fertig ist das Orc'sche Allerlei.

Man sollte daß scharfe anbraten nicht übertreiben, da das Gemüse in der danach währenden Köchelphase eher gedünstet wird. Wers knackiger haben will kann auch die Fleisch/Tofu Sache vorher machen und gleich zum scharf anbraten (das dann natürlich länger dauern sollte) dazutun und die Köchelphase drastisch verkürzen. Dann sollte man die Sache allerdings kontinuierlich im Auge behalten!

Kann leider kein „richtiges“ Rezept mit Mengenangaben machen, da ich immer sehr intuitiv koche (Erbe der Mutter), aber es schmeckt eigentlich immer (wenn man den Zucker nicht vergißt).

Man kann natürlich, um daß Gericht noch asiatischer zu machen Sojasprossen und Chinakohl dazu nehmen evtl die Zucchini dann weglassen und statt Olivenöl Sojaöl und Sesamöl (dies als Gewürz, nicht als Öl verwenden!!!) benutzen.

Super, so soll das sein!

Asasel liefert das Rezept für den „Zwischendurchmahlzeit-Dauerbrenner“:

Zwiebel mit Speckwürfel(je nach Tagesverfassung viele, oder sehr viele Speckwürfel) in der Pfanne angeröstet und dann ein bis zwei Eier dazu. Als Beilage Butterbrote oder Semmeln.

Jawoll, viele Kalorien. Das gehört so.

Der Grosse Stein  versorgt uns auch mit vielen Kalorien:

Gekochte Nudeln mit Blattspinat und Gorgonzola in eine Pfanne werfen. 3 Minuten warten. umrühren nicht vergessen. Gucken ob Gorgonzola geschmolzen ist. 2 minuten warten. Runternehmen. Essen.

Ja, das ist es. Schnell, preiswert und lecker. Es geht doch.

Sir Toby  hat da noch eine Idee für ein sehr leckeres Überaschungsessen (aber wahrscheinlich unwiederholbar) parat:

Wir hatten uns zu einer Runde Civilisation(das Brettspiel) verabredet. die essens überraschung war, das es ein buffet gab, das ensprechend der Civ, kulturen zubereitet war. Es gab also antikes Syrisches, Römisches,usw ... Essen. Sehr geile Idee und super lecker.

OK, Kreativität beim Kochen kann weiterhelfen.

Joe Kher holt tief Luft und präsentiert gleich 2 Gerichte:

Joes Spiezialgnocchis für 2 Personen

1 Päckchen Fertiggnocchis

300 gr. Puten- oder Hähnchenbrust

1 Päckchen Sahne

1 gute Hand voll Rukola

50 gr. Parmesan am Stück

Salz, Pfeffer

Olivenöl

Fleisch in Würfel (ca. 3x3 cm) schneiden. Rukola waschen und grob hacken. Parmesan grob reiben.

Fleisch in hoher, weiter Pfanne mit dem Olivenöl scharf anbraten und mit der Sahne ablöschen. Sahne aufkochen und Hitze runter stellen. Parmesan darüber streuen und eindicken lassen. Erst jetzt nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Parallel die Gnocchis nach Vorschrift zubereiten und dann abgießen. Direkt in die Pfanne mit dem Fleisch und der Soße geben. Rukola dazu, alles leicht vermengen und nur ganz kurz nachziehen lassen, da sonst die Rauke Geschmack einbüßt.

Anrichten und geniesen.

Selbstgemachte Semmelknödel mit Pilzpfanne für 2 Personen

10 ältere Brötchen

1 kleine Zwiebel

1 Tasse warme Milch

2 Eier

Schnittlauch,

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Semmelbrösel

Öl

500 gr. braune Champignons

1 Päckchen Sahne

1 Zehe Knoblauch

0,1 l Weißwein

Salz, Pfeffer

Brötchen klein schneiden (wieder ca. 3x3 cm) und in große Schüssel geben. Die Brötchen salzen, pfeffern und gut mit Muskatnuss bestreuen. Zwiebel fein hacken und in etwas Öl glasig anschwitzen, anschließend ebenfalls über die Brötchen. Den fein gehackten Schnittlauch noch drüber und anschließen mit der Tasse Milch gut verteilt begiesen (sind die Brötchen schon etwas älter, braucht es eventuell etwas mehr Milch). Das ganze wird jetzt erst mal stehen gelassen für ca. 30 - 60 Minuten. Das ganze dann mit den Eiern verkneten, bis die richtige Bindung ensteht. Eventuell mit etwas mehr Milch oder den Semmelbröseln nachhelfen. Der Teig soll fest und klebrig sein, damit die Knödel beim Kochen nicht zerfallen. Ich lass den Teig dann meistens noch mal 10-15 Minuten ruhen und koch in der Zeit einen großen Topf mit Salzwasser auf. Das Wasser soll nur leicht sieden bis sprudeln. Knödel formen und in das Wasser geben. Temperatur noch mal reduzieren und zudecken. Je nach Größe der Knödel in etwa 10 - 15 Minuten fertig.

Pilze putzen und klein schneiden. Auch hier bevorzuge ich wieder grobe Würfel und keine dünnen Scheiben. Knoblauch schälen und fein hacken, dann in etwas Öl kurz anschwitzen. Pilze dazu und nach 2 - 3 Minuten Garzeit mit dem Wein ablöschen. Den Wein kurz verkochen lassen und dann mit der Sahne aufgiesen. Nach Geschmack würzen und noch etwas einreduzieren lassen. Habt ihr die Soße zu flüssig, bindet diese mit etwas in kaltem Wasser aufgelöster Speisestärke.

Zusammen anrichten und fertig.

Ah, lecker, muss gleich mal getestet werden.

Nicht ganz so detailliert, aber sehr engagiert präsentiert Schinkenhörnchen seine Paella:

Da gibts ne Fertigmischung die an sich nicht schlecht ist bei Edeka. Die kann man aber klasse aufwerten, wenn man ne Packung Eismeerkrabben, einige Hühnchenstücke, einige Rindfleischstücke (Steak zerschneiden), ein bisschen Tintenfisch und etwas Junggemüse mit reinwirft. Dann nur ein bisschen länger braten, und es schmeckt auf die schnelle echt lecker !

Fein, fein.

An dieser Stelle meldet sich Wolf zu Wort:

Dann wollen wir dem 'Diat' *g* Kochbuch auch noch einen (gesunden) Salat hinzufügen:

Wolfs feurig scharfer Mais Salat

Man öffne eine oder mehrere Dosen Mais, lasse sie abtropfen, gebe etwas Olivenöl in eine Schüssel, Pfeffer, Salz, ein paar Chilly's (gemahlen oder besser am Stück), ein wenig Tabasco und alles andere was man noch findet das Scharf macht *g* (sehr gut ist auch ein wenig frischen Igwer hineinreiben), evtl. eine priese Muskat, nun einen guten Schuss Whiskey. Das ganze rühre man um und lasse es am besten etwas stehen. Dann den inzwischen Abgetropften Mais hinzugeben umrühren und fertig. Wenn man die Sosse schon fertig im Kühlschrank hat dauert die Zubereitung ungefähr solange wie man braucht die Dosen auf zu bekommen. Ach ja wenns nicht zweimal brennt habt ihr an den Gewürzen gespart.

Gut, Alkohol im Essen ist immer fein. Das ist die Kreativität, die oben gewünscht wurde. Das Ganze wird so allmählich richtig heldenhaft.

Asasel gibt für uns noch ein kulinarisches Meisterwerk zum besten:

Kartoffellaibchen der BERSERKER (deshalb BERSERKER, da der Nährwert jenseits von gut und böse liegt, vermutlich chaotisch neutral )

Also man braucht dazu:

- ein halbes Kilo Kartoffeln

- Etwas mehl (sollte gewichtsmäßig ca. 1/5 der Kartoffeln sein).

- 1-2 Teelöffel Backpulver

- frisch gemahlener Peffer nach belieben

- Rosmarin

- Eigelb

- ca. 100g Schmalz zum abbraten (wahlweise auch Olivenöl)

- Speckwürfel

Als erstes mal die Kartoffeln kochen (ca. 20 bis 25 Minuten), anschließend pelllen und heiß zerstampfen (Argh BERSERKER!!!), etwas abkühlen lassen.

Die Speckwürfel kurz in der Pfanne anbraten.

Anschließend die zermatschten Kartoffeln mit den Speckwürfeln, Mehl Eigelb, Salz, Backpulver Pfeffer, Rosmarien und der Hälfte des Schmalzes zu einem Teig verarbeiten (*knetknetknet* Hargh BERSERKER!!! und autsch heiß).

Den Teig anschließend ca. 15 bis 20 Minuten rasten lassen, geilchgroße Laibchen daraus Formen und in einer großen Pfanne goldgelb braten.

Kleiner Tipp am Rande, fertige Laibchen im Backrohr warmhalten.

So jetzt hat man beim Teigkneten soviel Energie verbraucht, dass man sich getröst neun Stück davon reinschieben kann (Mahlzeit BERSERKER!!!)

Variation des Rezeptes:

Kein Speckwürfel hinzugeben und dafür als „Beilage“ gebratenen Speck und gerösteten Zwiebel servieren (oder andere nahrhafte Sachen, Jawohl BERSERKER!!!)

Hurle Vents ergänzt die Sammlung um einen Klassiker, ganz einfach und schnell zubereitet:

Italienische Nudelpfanne:

Zutaten (Menge jeweils nach Lust und Laune):

- (evtl. bunte) Spiralnudeln

- (eine) Zuccini

- in Öl eingelegte getrocknete Tomaten (nicht zu wenig, ist das Beste daran!)

- Parmesan (am Stück, nicht der Pulverschrott)

- tiefgefrorene ital. Kräuter

- Salz, Pfeffer

Was tun damit?

- Nudeln vorkochen

- Zuccini in halbe Scheiben und die getrockneten Tomaten in Stücke schneiden

- Parmesan reiben

- Zuccini in etwas Öl der eingelegten Tomaten anbraten und mit Salz, Pfeffer und etwas ital. Kräutern würzen

- Nudeln und Tomaten dazugeben, mit Salz, Pfeffer und den restlichen Kräutern würzen und braten lassen

- beim Wenden immer wieder Parmesan und etwas Öl der eingel. Tomaten dazugeben

- ab auf den Teller und noch etwas Parmesan drauf. Mahlzeit!

mbf legt noch einen nach: Scharfe asiatische Bananen-Suppe

Ja, ich weiß, klingt seltsam, aber wir sind doch Rollenspieler, oder...? Na also.

Man beginne mit einer Zwiebel, einer oder zwei Knoblauchzehen (oder auch gar keine, wenn man WoD spielt), etwas Ingwer und einer oder zwei oder drei ruhig schon etwas matschigen Bananen. Matschig, nicht lebendig... Rollenspieler... *kopfschüttel*

Alles klein schneiden und zusammen mit ein paar Chilischoten (ja, die kleinen scharfen) in einem Topf anbraten, bis die Bananen anfangen, noch unansehlicher auszusehen. Dann mit einer Dose Kokosmilch (das ist der asiatische Touch) und einem Schuß Hühnerbrühe (ja, die Gefriergetrocknete tuts auch) ablöschen und mit dem Zauberstab (wer es nicht kennt: wird auch als Pürierstab verkauft) bearbeiten. Mit Salz, Pfeffer, Curry (noch mal asiatisch) und was einem sonst noch asiatisch vorkommen mag (ah!) abschmecken.

Wers mag, kann dann noch eine Handvoll Krabben (die preiswerten aus der Tiefkühlbox reichen) drin versenken. Lecker!

Und dann... schmecken lassen.

Genaue Mengenangaben spare ich mir, das wird je nach Appetit und Vorhandensein der Zutaten variiert.

Hexes Kommentar dazu lautet nur: „Ah... bäh... das hört sich richtig eklig an. Das könnte meinem Freund schmecken...“ Na super, das macht Mut zum Nachkochen.

So, das waren jetzt schon eine ganze Menge gute Vorschläge, vom Klassiker bis zum Exoten ist alles dabei. Nach den ganzen warmen Mahlzeiten ist jetzt ein anderer Klassiker dran, das Sandwich. Auch hier gibt es soviel Varianten wie Köche.

Schinkenhoernchens Variante

20cm Baguette aufschneiden, Truthahn oder Salami rein, Scheibenkäse drauf, ne Hand Salatmischung (jibbet auch überall) drauf, Essig+Öl, Salz+Pfeffer und dann ne Soße (ich nehm gerne die American Salat Dressing von Edeka, oder selbst machen mit Dijon Senf, Meerrettich, Malzessig, Röstzwiebeln und nem Schuß Sahne)

Extemper hat auch was Feines auf Lager:

F L I P P E R (Thunfisch Salat/Sandwich)

Zutaten

1 Dose Thunfisch

1 kleine Dose Mais

1/2 Glas Miracle Whip (light)

2-3 Salatblätter

X Scheiben Toast

Zubereitung

Herzlich einfach. Thunfisch aus der Dose holen und mit einer Gabel in einer Frühstücksmüsli-Schüssel kleinmachen. Mais aus der Dose drüberkippen. Salatblätter kleinschnippseln - drüberstreuen. Das halbe Glas Miracle dazugeben (Je nach Geschmack natürlich mehr oder weniger) und kräftig umrühren bis eine zähflüssige Masse entsteht. Es soll aber auch Leute geben, die es mit noch deutlich erkennbaren Thunfisch-Stückchen bevorzugen.

Theoretisch ist der FLIPPER so schon eßbar. Aber die meisten Leute bevorzugen ja eine Art Beilage zu so einem Essen. Entsprechend Toast toasten und die Masse aus der Schüssel ganz nach Gutdünken zwischen zwei Toastscheiben verteilen.

Und dann - Guten Appetit!

Vilati Timmadar hat auch sein Geheimrezept:

Man nehme:

- Irgendwas aus dem Brotkorb, was als Sandwich-Außenhülle dienen kann (Brötchen [empfohlen], Toast, Brot); Optimal: Hamburger-Brötchen

- Alles, was im Kühlschrank liegt und als Sandwich-Füllung dienen kann (Käse [Gewürzkäse!], Frikadellen, Fleisch (sollte aber schonmal gebraten/gekocht/ge-was-auch-immer-t sein), Schinken, Salami, Tomaten, Tomatenmark [empfohlen, auf beide Seiten der Außenhülle schmieren], Salat etc.]

- Alles nach Belieben oder Vorrat zusammenstellen; 1.5 Minuten bei 70% Leistung in die Mikrowelle oder ein paar Minuten in den Backofen (optimal: bis der Käse langsam zerfließt)

- Mit Steaksauce oder Ähnlichem servieren! (auch Gewürze sind nicht schlecht)

Yam!!

PS: Am besten noch einen kleinen Löffen dazureichen, damit man die Einzelteile, die rausfallen, oder den zerlaufenen Käse auch essen kann.

Romaal mag es einfach:

Ich nehm mir ein Baguette, schneide Tomaten und ne Gurke her. Dann Frischkäse auf das Brot, Salami drauf,m dann Käse, evt. noch Oliven. Dann die Gurke und die Tomaten und zum Schluss noch Mayonaise. Bin halt eher der gewöhnliche Typ.

Naja, wers mag. Aber sind wir ehrlich, unser Hunger schreit nach Exotischem.

Hurle Vents

Das Hurle Ventswitch:

Sandwichtoast (bloß kein Vollkorn oder so was gesundes!), eine Seite mit Miracel Whip Balance (oder Mayo, wer's sich leisten kann) und die andere mit Ketchup bestreichen.

Dazwischen Tomatenscheiben, Käsescheibe [go vegetarian!], Eisbergsalatblätter und darauf... CHIPS (Sour cream & onion!). Alleine der Crunch beim Reinbeißen *schmackofatz*

Tschüß, bin weg zum Kühlschrank!

Jawoll, schlicht und kaloienreich. Es geht ja doch.

wolfhardt hat da auch noch seine Spezialvarianten:

Was beim Rollenspiel öfter mal auf den Tisch kommt ist Folgendes: Ein Fladenbrot aufschneiden und mit -

(a) Majonaise (in Berlin gibt es die von Pfennigs. Alles andere ist zweite Wahl!!!), Salz, Pfeffer, Zwiebel (viel und bevorzugt scharfe) und Thunfisch belegen.

(b) Knoblauchbutter (bzw. Butter und Knoblauch), Salami/Schinken, Zwiebel, frischer Paprika, Tomate, Gurke (auch dünn geschnittene Gewürzgurken sind toll) und evtl. Ketshup belegen.

Das ganze mit reichlich Käse der Wahl Abdecken (Ich mag Gouda oder Tilsitter...). Deckel drauf und ab in den Ofen, bis das Fladenbrot kross und der Käse im Inneren geschmolzen ist. Wir sind Viel-Esser. plant ein Fladenbrot mehr ein!

Wenn ich nur für mich Hunger habe, mache ich mir Eier mit Kram (Achtung! „Eier mit Kram“ ist ein Rezept, das ich zusammen mit einem Kumpel entwickelt habe. Bitte haltet Euch an den Fachterminus und das Copyright!).

Eine Scheibe Brot wird mit Senf bestreichen. Auf den Senf kommt eine nicht zu geizig bemessene Schicht Majo (Ich meine das mit der Pfennigsmajonaise wirklich ernst.) Darauf kommt ein kräftiger Schinken oder Salami. Salami/Schinken kann auch mit in die Rühreier gebraten werden. Darauf eine Schicht Käse. Auf den Käse kommen die heißen Rühreier, damit der Käse schmilzt. Oben auf schichten wir eine Kröhnung aus Ketshup, scharfem Paprika und Madras-Curry.

Keine Diätkost, aber sehr lecker!

Lecker, genau das ist das Stichwort. Darum geht es, nicht um die lästige Kalorienzählerei. Und das führt uns zum Dessert.

mbf eröffnet mit einem Klassiker aus seiner Küche:

Die Schokobombe (manche bezeichnen das auch als Kuchen... ich nicht). Man nehme ein paar Eier (typ. 3-6), packe pro Ei jeweils 60 g Zucker, Butter und Mehl dazu und schüttet viiiiel Kakao (nach Wunsch: zusätzliche Schokokrümel) rein. Der „Teig“ darf und sollte massiv werden. Einen Schuß Rum (OK, einen guten Böller) fürs Aroma und einen Rest wiedergewonnene Geschmeidigkeit (des Teiges, nicht des Zubereiters), Backpulver (ruhig etwas mehr, siehe Zutaten), in eine Form und bei guter Temperatur sintern (bei ca. 160 - 180 °C so 20 - 30 min im Ofen lassen). Auskühlen lassen, Sahne drüber. Es braucht in der Regel schon Rollenspieler, um davon mehr als ein Stück zu verdrücken. Ist zwar nix „für mal schnell zwischendurch“, aber als Vorbereitung auf einen langen Abend ein Traum. So ähnlich wie Zwergenbrot...

Hierzu ein Bericht aus der Helden-Testküche von Muttereineshelden und Styx Nachtfalter: „Alex hat soeben deine Schokobombe ausprobiert. Seeeehr lecker! Nuur der Schuss Rum war etwas grosszügig geraten, wird sind jetzt alle sehr lustig! „hicks“ Da er aber das Backpulver vergessen hat, macht das nix. Also das Rezept ist nur zu empfehlen!“

Ah, Helden können doch ein wenig Kochen und Backen. Ein wenig...

HEXE hat da auch noch was (damit es mehr nach Rollenspiel klingt für ich mal ein tulamidisch davor):

Tulamidische Zimt-Äpfel (Nachspeise oder Beilage):

Man nehme eine gewünschte Anzahl an Äpfeln, welche man schält und entkernt. Diese schneide man in mundgroße Stücke (mag von Held zu Held variieren).

Man suche sich eine weniger gute Pfanne (eher nicht die extratoll beschichtete) und mache sie heiß - auf dem Herd. Darauf Zucker in diese geben, so dass der Pfannenboden bedeckt ist. Den Zucker leicht karamelisieren lassen. Die Apfelstücke in die Pfanne geben. Rumrühren. Ganz viel Zimt drüber streuen. Rumrühren. Darauf den Herd etwas runter drehen und das Ganze bei geschlossener Pfanne braten lassen, bis die Äpfel schön weich sind. Heiß servieren.

schlecht gemachte Karamelbonbons

Sollte man aus irgendwelchen Gründen zu lange warten bis man die Äpfel in die Pfanne gibt, wird der Zucker in der Pfanne kleine Brocken blieben. Welche wie schlecht gemachte Karamelbonbons schmecken. Diese dann aus der Pfanne nehmen und anpreisen.

wolfhardt hat zum Schluss noch einen gute Tipp, äh, Dipp:

Eine sehr vollreife Banane ganz fein mit einer Gabel quetschen. Das ganze im Verhältnis 1:1 mit Majo mischen (Ich erwähnte die Marke Pfennig´s schon...) und mit reichlich Madras-Curry würzen. Geht auch gut mit Garam-Massalla und Chilli zu erweitern.

Eigentlich ist das eine der Soßen, die bei uns zum Fondue aufgetischt wird, geht aber auch gut zu allen anderen dippfähigen Lebensmitteln.

Tja, das war fürs Erste. Wie man sehen kann, sind die Helden durchaus in der Lage, kreativ und über die Tiefkühlpizza hinaus zu kochen, auch, wenn es mal schnell gehen muss.

In diesem Sinne: haut rein!